Wie alles begann

„Stilvolle, charmante Altbauwohnung in sehr guter Lage zu vermieten.“
S: Das wäre es.
M: Das ist perfekt! Sollen wir sie uns anschauen?
S: Boah, ich weiß nicht – cool wäre es schon, aber ein Jahr zu früh…aber cool wäre es schon…
M: Wie du willst. Ich bin bereit. Aber vernünftig wäre es wahrscheinlich nächstes Jahr im Herbst.
S: Wir könnten sie so toll herrichten! Lass sie uns anschauen! Oder? Lässt mir keine Ruhe…
M: Ich wäre dafür sie anzuschauen. Vielleicht ist es super, vielleicht ist es nichts. Nur so wissen wir es.
S: Es wird das schönste Studio!
M: Träumen wir, auch wenn es hier nicht klappt.
S: Sowieso!
Den Traum eines Ateliers hatten wir beide schon lange, aber der Zeitpunkt war spontan und der Langeweile zuzuschreiben. 
Aber wie sagt man doch so schön – Langweile ist die Schwelle zu großen Taten.“
Es war ein Tag im Dezember. Kein besonders schöner Tag. 
Die ersten Schritte in diese heruntergekommenen Räume haben schon etwas mit uns gemacht. Wir haben nicht viel miteinander gesprochen, sind einfach nur jeder für sich durch die Zimmer gegangen. 
Und dann war da plötzlich dieses Licht. Das Licht, dass einen schonungslosen Blick auf den wirklich schlimmen Zustand der Räume darbot. Aber dieses selbe Licht hat uns in seinen Bann gezogen.
Denn wenn unser Atelier eines haben musste, dann war es Tageslicht bei jedem Wetter
S: Ich habe mich insgeheim schon entschieden. Der Erker ist perfekt.
M: Ich mich auch.
S: Ich würde am liebsten morgen anfangen! Ich schicke ein Angebot und wir lassen das Schicksal entscheiden. Ich hoffe so sehr, dass wir es bekommen!
M: Ich bin gespannt. Wenn es nicht klappt, wartet was Besseres auf uns.
S: MILENA! MILENA! MILENAAAAAAA!!! VIELLEICHT HABEN WIR BALD EIN STUDIO!
Haben wir schon einen Namen für unser Atelier?
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